Montag, 18. Januar 2010

Die Türkei

Etwas spät aber doch will ich euch einen kleinen Report von unserem Türkeitrip im Frühling präsentieren.
Das Team: l.o.Daniel Rudolph, Matthias Stöckl, Sebastian Gut, der Gastgeber am Manavgat Ibrahim, Christoph Scheuermann
l.v.Martin Schäfer, David Krismayr, Ali der Fahrer, Julien Mihé

1.Tag
Gestartet sind wir am Manavgat, am ersten Morgen sind wir in die Stadt (Akseki) zum Einkaufen gefahren. Es war ein echter Traumtag, um die ersten Eindrücke des Landes zu genießen. Nach dem Einkaufsbummel sind wir zum ersten Fluss gefahren, dem westlichen Manavgatzufluss, welcher zum Einpaddeln perfekt war.

Markt in Akseki

2. Tag

Am zweiten Tag haben wir den Oberlauf des westlichen Zuflusses vom Manavgat neu erkunden dürfen, der gesamte Run war ein echtes Erlebnis. Er beinhaltete alles was man braucht. Am Anfang war er eher technisch und im Laufe der Fahrt füllte sich das Bachbett (durch die unzähligen Kastquellen) langsam, so dass es gegen Ende hin ein schöner, wuchtiger Paddelspaß wurde.

Paddler: David

Paddler: Matthias

Paddler: Julien, Sebastian, Scheuer

Am Abend haben wir uns auf dem Weg zu unserem Hauptziel gemacht. Die Erstbefahrung der 60 km langen Göksuschlucht.

3.Tag

Nach einer ruhigen Nacht in der Einöde, bewältigten wir die letzten Kilometer zum geplanten Einstieg des Göksu. Als wir den Fluss nach möglichen Brücken absuchten, machten wir eine böse Entdeckung. Es wird bereits ein Wasserkraftwerk am Fluss gebaut. Wir wollten uns bei den Arbeitern Informationen über den Fluss einholen, nach kurzer Zeit kamen die Vorgesetzten und fingen an wild zu gestikulieren. Serkan unser türkischer Paddelkollege übersetzte uns das Ganze. Das Fazit der langen Diskussion war, dass wir keine Genehmigung hatten (auch keine bekommen werden) den Fluss zu befahren, da dieses Gebiet nun Eigentum eines Energiekonzernes ist. Auch in der Türkei ist der Kraftwerksbau ein großes Thema. Dadurch wird der Paddelspaß und die Umwelt auch dort bedroht.

Mann

Schlafplatz

Staudammbau am Göksu

Die Göksuschlucht

Mit leichter Frustration fuhren wir weiter, welche gleich wieder verflog als wir uns dafür entschlossen haben in das Alanya Gebiet weiter zu ziehen. Dies ist ein noch wenig erkundetes Paddelgebiet im Taurusgebierge. In diesem Teil des Taurusgebierges kamen wir ebenfalls voll auf unsere Kosten. In den nächsten Tagen konnten wir die Freundlichkeit der Menschen, die Vielfalt der Natur und das Potenzial, der noch unerkundeten Flüsse genießen. Egal wo wir unsere Lager aufschlugen, waren die Einheimischen immer freundlich und haben uns meistens Chai (Tee) angeboten. Die Schwierigkeit bei diesem Erlebnis war nur die Sprache, unser Kollege Serkan war für uns eine große Hilfe. Bei den folgenden Fotos handelt es sich um einige Eindrücke des Erlebten. Die Flüsse die wir gepaddelt sind waren Neuerkundungen und stellten eine große Herausforderung in der Entscheidungsfindung, psychische Belastung und Sicherheit für das gesamte Team dar. Die insgesamt 6 neuen Flussabschnitte, die wir erkunden konnten waren Teile vom Körkün, Eglence, Cehenem.

Die Eindrücke:

Der Scheuer am Körkün 13km unerkundete Schlucht

Martin Schäfer am Körkün

Kleine Teesession mit den Einheimischen
Die Produktion von Decken in einem Bergdorf
erster Rapid bei der Neuerkundung des Cehenem, Paddler: Scheuermann u. Julian
tückische Stufe am Cehenem, Paddler: David
Julien auf dem Weg zum Ermenek
Nach dieser Woche im Alanyagebiet ging es zu den Standartbächen (Ermenek, Gevne, Alara; türkische Kaiserklamm) des Taurusgebierges, welche alle eine hohe Wasserführung hatten.
Ermenek bei ordentlichem Wasserstand
Felssturz am Geven, Paddler: David
Gevne, Paddler: David
Es hat mich beeindruckt, dass die Türkei ein ganz anderes Land ist als ich es mir vorgestellt habe, da es vielfältig, kulturell interessant ist und eine wechselhafte Vegitation besitzt. Dieses Land wird für mich mit Sicherheit wieder mal eine PaddleDestination sein. Ich kann die Türkei für jede/n Kajakfahrer/in weiterempfehlen. Vielleicht habe ich jemandem Lust für einen Paddelurlaub in der Türkei machen können.